Archiv der Kategorie ‘Informationen‘

So lesen Sie das Messprotokoll des Schornsteinfegers

Freitag, den 27. November 2009

Nutzen Sie die jährliche Abgasmessung Ihres Schornsteinfegers als Sparanleitung.

  1. Tag der Messung
  2. Die Erstmessung soll innerhalb von vier Wochen nach Neuinstallation einer Heizung erfolgen.
  3. Die wiederkehrende Messung wird regelmäßig ein­mal im Jahr durchgeführt.
  4. Die Wiederholungsmessung erfolgt, wenn die Hei­zung bei der vorigen Messung durchgefallen ist, so gibt es noch einmal eine Chance durch eine Wieder­holungsmessung.
  5. Steckbrief Ihrer Heizung
  6. Wärmeträgertemperatur in °C. Temperatur des Kesselwassers während der Messung.
  7. Verbrennungslufttemperatur in °C. Die Tempera­tur der Luft, die dem Brenner zugeführt wird, meist aus dem Heizraum oder bei raumluftunabhängigen Feuerstätten aus der Zuluftführung.
  8. Abgastemperatur in °C. Die Messung der Abgas­temperatur wird im Verbindungsstück (Abgasrohr) der Feuerstätte an der Messöffnung vorgenommen. Ist die Abgastemperatur hoch, so lässt dies auf hohe Energieverluste schließen. Die Abgastemperatur soll möglichst gering sein. Denn sonst heizen Sie statt der Wohnung die Außenluft.
  9. Sauerstoff – Kohlendioxid – Volumengehalt in %. Entweder wird der Anteil des Restsauerstoffs oder des Kohlendioxids des Abgases gemessen. Diese Größe, sowie die Verbrennungsluft-, und die Abgas­temperatur werden zur Berechnung des Abgasver­lustes benötigt.
  10. Druckdifferenz in hPa. Die Druckdifferenz dient zur Beurteilung und Dokumentation des Betriebszu­standes der Feuerstätte während der Messung.
  11. Rußzahl. (nur bei Öl-Heizungen) Ruß entsteht, wenn Heizöl unvollständig verbrennt. Das kann bei schlecht eingestellten Brennern passieren. Ruß deckt die Heizflächen im Feuerraum zu. Sie nehmen die Wärme schlechter auf und lassen die Abgase un­genutzt vorüberstreichen. Das treibt die Abgastem­peratur in die Höhe und kostet Ihr Geld. Die Rußzahl wird dreimal gemessen. Ist die berechnete mittlere Rußzahl größer als eins, muss etwas an der Heizung geändert werden. (Höhere Grenzwerte gelten nur für alte Anlagen und Verdampfungsbrenner).
  12. Ölderivate. (nur bei Öl-Heizungen) Ölderivate sind übelriechende giftige chemische Öl-Verbindungen, die durch eine unvollständige Verbrennung von Heizöl entstehen. Solche Stoffe dürfen im Abgas nicht vorhanden sein. Werden Derivate gefunden, so muss die Heizanlage beanstandet werden.
  13. Abgasverlust in %. Die Abgasverluste geben den Anteil der Heizenergie an, der durch die Verbrennung des Brennstoffes ungenutzt durch den Schornstein entweicht. Bei Brennwertgeräten wird der Abgasverlust nicht gemessen. Ab dem 1.11.2004 müssen alle Öl- und Gasfeuerungsanlagen abhängig von der Nennwärmeleistung folgende Abgasverlust-Grenzwerte einhalten:
    Nennwärmeleistung: 4 – 25 kw/h
    Maximaler Abgasverlust: 11 %
    Nennwärmeleistung: 25 – 50 kw/h
    Maximaler Abgasverlust: 10 %
    Nennwärmeleistung: über 50 kw/h
    Maximaler Abgasverlust: 9 %
  14. Das Messergebnis entspricht der Verordnung. Auch wenn die Heizung der Verordnung entspricht, lohnt sich die Suche nach Einsparmöglichkeiten. Ist z.B. Ihre Heizung älter als 20 Jahre, sollten Sie ernsthaft an eine neue sparsamere Heizung denken. Denn alte Heizungen haben oft einen hohen Jahres­brennstoffverbrauch.
  15. Entspricht das Messergebnis nicht der Verord­nung. Dann werden zusätzlich die Grenzwerte der Verordnung ohne Toleranzpunkte, wie der Abgasver­lust, die max. Rußzahl, sowie ggf. die Ölderivate ein­getragen.

Messprotokoll

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Der sichere Heizöltank

Mittwoch, den 25. November 2009

Der sichere Heizöltank

In rund 615.000 hessischen Haushalten sorgt die Ölheizung seit Jahrzehnten für angenehme Wärme. Durch einen eigenen Tank haben Sie als Ölheizungsbesitzer stets „Wärme auf Vorrat“ im Haus.
Als Betreiber sind Sie allerdings auch für die Sicherheit Ihrer Heizöllageranlage verantwortlich und müssen daher die gesetzlichen Anforderungen kennen und Ihre Pflichten wahrnehmen. Denn – Heizöl ist auf der einen Seite ein wertvoller und vielfach verwendeter Energieträger. Auf der anderen Seite ist Heizöl jedoch auch ein wassergefährdender Stoff. Deshalb sorgen Sie dafür, dass Ihre Heizöltankanlage vorschriftsgemäß installiert und betrieben wird, um eine Gefährdung der Umwelt durch Verunreinigung des Bodens oder des Grundwassers sicher ausschließen zu können.
Übrigens: Wenn Sie einen Fachbetrieb mit der Wartung und Instandsetzung beauftragen, haben Sie die Gewissheit, dass alle notwendigen Arbeiten ordnungsgemäß durchgeführt werden und Ihr Heizölvorrat sicher lagert.

Wiesbaden, Februar 2005
Wilhelm Dietzel
Hessischer Minister für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz

Download: Der sichere Heizöltank – Wärme auf Vorrat
Tipps zur sicheren Lagerung von Heizöl (PDF-Datei: Der sichere Heizöltank)

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